Leadership Moments: Georg

5 Min Lesedauer Karrierewege & Jobs bei P&C

„We lead by example“ – Feedback als Schlüssel für starke Führung

Im Rahmen der Reihe Leadership Moments stellen wir Projekte und Initiativen vor, die die Umsetzung unserer Leadership Principles erlebbar machen. Heute dreht sich alles um das Prinzip „We lead by example“. Dieses Prinzip fordert Führungskräfte dazu auf, ihre Rolle aktiv zu reflektieren, sich bewusst Feedback einzuholen und Führung nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch konsequentes Handeln vorzuleben.

In den letzten Wochen rückte dieses Leadership Principle im Bereich Menswear besonders in den Mittelpunkt. Nach den Annual Performance Reviews (APR) hatten alle Teammitglieder die Möglichkeit, den Führungskräften konkretes Feedback zu geben: Passten Gesprächsführung und Auftreten zu unseren Leadership Principles und wie stark wurde Führung in diesem Moment tatsächlich erlebt? Bewertet wurden dabei unter anderem Aspekte wie die wahrgenommene Wertschätzung im Gespräch, die Klarheit und Struktur der Gesprächsführung sowie die Frage, wie gut die Mitarbeiter ihre Wünsche, Ziele und Bedenken einbringen konnten. Im Anschluss wurden die Gesamtergebnisse der Befragung zunächst im gesamten Bereich vorgestellt. Darauf folgten individuelle Feedback-Gespräche mit jeder Führungskraft, an denen der Bereichsleiter Thomas Barlok sowie das Organizational & Leadership Development Team beteiligt waren. In diesen Gesprächen wurden die detaillierten Einzelergebnisse gemeinsam reflektiert und konkrete Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung erarbeitet.

Diese Rückmeldungen sind ein wichtiger Schritt, um den Feedbackprozess noch wirkungsvoller zu gestalten und das Team in seiner Entwicklung bestmöglich zu unterstützen. Wie es sich anfühlt, selbst Feedback zu bekommen, und wie daraus neue Impulse für die Führungsarbeit entstehen können, erzählt Georg Engel, Head of Merchandise Controlling Menswear, im Interview.

Welche Rolle spielt das Leadership Principle „We lead by example“ für dich in deinem Führungsalltag?

Für mich bedeutet „We lead by example“ vor allem, die Werte Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Transparenz und offene Kommunikation nicht nur einzufordern, sondern selbst konsequent vorzuleben. Führung funktioniert für mich nur dann, wenn ich durch mein eigenes Verhalten Vertrauen schaffe und meinen Mitarbeiter Orientierung gebe. Indem ich Verantwortung übernehme, Entscheidungen klar und zügig treffe und offen zu meinen Worten und Taten stehe, mache ich deutlich: Vertrauen und Eigenverantwortung sind keine Schlagworte, sondern die Basis unserer Zusammenarbeit. So entsteht ein Umfeld, in dem sich alle sicher fühlen, Verantwortung zu übernehmen und ihr volles Potenzial einzubringen.

Wie hast du dich persönlich auf das Feedback-Gespräch vorbereitet?

Ich habe mich mental in jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter hineinversetzt: Welche Aufgaben und Verantwortungen trägt er oder sie, wie entwickelt sich die Person fachlich und persönlich, und welche Rolle nimmt sie oder er im Team ein? Für mich war es wichtig, die individuelle Perspektive zu verstehen, um ein wertvolles Gespräch auf Augenhöhe zu führen.

Wie bist du mit dem erhaltenen Feedback umgegangen, insbesondere mit kritischen Punkten?

Ich gehe zunächst reflektierend und nachdenklich mit Feedback um und versuche, für mich mögliche Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig binde ich, wo immer es möglich ist, auch mein Team ein, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Das stärkt nicht nur die Akzeptanz, sondern auch das Vertrauen untereinander.

Kannst du dir vorstellen, das Feedback konkret in eine Veränderung oder Verbesserung umzusetzen?

Ja, absolut. In den APRs geht es in erster Linie um die Mitarbeitenden und ich möchte in Zukunft noch mehr Raum für ihre Belange schaffen. Deshalb plane ich, die Gespräche gegebenenfalls auf 90 Minuten auszuweiten, um wirklich genug Zeit für alles zu haben. Zusätzlich machen wir gemeinsame Quartals-Check-Ins, um den Austausch noch regelmäßiger und nachhaltiger zu gestalten.

Wie motivierst du dein Team, ebenfalls aktiv Feedback einzuholen und transparent damit umzugehen?

Feedback bringt echten Mehrwert – oft erhält man dadurch eine neue Perspektive, die man selbst vielleicht gar nicht im Blick hatte. Um diesen Wert sichtbar zu machen, setze ich stark auf Gemeinsamkeit und Teamgedanken. Wir unternehmen regelmäßig gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel „Influencer Location Tests“, bei denen wir die neuesten Cafés und Restaurants in Düsseldorf ausprobieren, die gerade in den sozialen Medien gehypt werden. Solche Erlebnisse schaffen eine offene und vertrauensvolle Basis, die auch im Arbeitsalltag dabei hilft, Feedback aktiv einzuholen und anzunehmen.

Welche Lehren ziehst du aus diesem Feedback-Prozess für deine zukünftige Führungsarbeit?

Mir ist noch bewusster geworden, wie wichtig es ist, Feedback strukturiert einzuholen und umzusetzen. Ich nehme für mich mit, den Feedbackprozess noch regelmäßiger und konsequenter in meinen Führungsalltag zu integrieren.

Das Beispiel aus dem Herreneinkauf zeigt, wie wertvoll Feedback als Werkzeug für die Weiterentwicklung von Führung sein kann - gerade, wenn es im Sinne von „We lead by example“ gelebt wird. Indem Führungskräfte selbst Feedback einholen, sich reflektieren und offen mit ihren Teams darüber sprechen, schaffen sie eine Kultur des Vertrauens und der kontinuierlichen Verbesserung. So werden nicht nur einzelne Prozesse wie die Annual Performance Reviews optimiert, sondern es entsteht ein starkes Fundament für die gemeinsame Zukunft.

Hier erfährst du noch mehr über unsere Werte und weitere Leadership Principles.

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